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1981-1988: Zweitligajahre bringen Thon und ein 6:6

Der Abstieg in die Zweite Liga bleibt kein einmaliger Ausrutscher. In den 1980er-Jahren gelingt es Schalke 04 nicht, sich dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Zwar schafft man 1982 den direkten Wiederaufstieg. Doch im Oberhaus werden die Knappen nur 16., verlieren in der Relegation gegen Bayer Uerdingen und müssen wiederum eine Liga tiefer antreten.

Sportlich herrscht jedoch nicht nur Tristesse: In der Saison 1983/1984 läuft erstmals Olaf Thon für die Knappen auf. Bei einem der legendärsten Pokalspiele der deutschen Fußballgeschichte schießt der 18-Jährige drei Treffer gegen Bayern München. Nach 120 Minuten steht es 6:6. Das damals noch übliche Wiederholungsspiel gewinnen die Bayern mit 3:2. 1984 gelingt erneut der direkte Wiederaufstieg. Schalke wird in der Folgesaison Achter.

Doch der chronische Abstiegskampf ist nicht überwunden - auch weil im Verein Unruhe aufkommt. 1986 wird Manager Assauer vom Verwaltungsrat entlassen. Präsident Fenne tritt wenige Tage später aus persönlichen Gründen zurück. Wiederum ist es Günter Siebert, der die Mitgliederversammlung hinter sich bringt und 1987 seine dritte Amtszeit als Schalke-Präsident antritt. Als Manager übernimmt Rolf Rüssmann das Ruder.

Den Traditionsverein drücken Millionenschulden. Das Konzept, um Thon und Ex-Nationalspieler Toni Schumacher eine Mannschaft mit vielen Nobodys aufzubauen, scheitert. Als Tabellenletzter steigt Schalke 1988 zum dritten Mal ab. Olaf Thon wechselt zu Bayern München. Klaus Fichtel beendet seine Karriere: Der Schalker Rekordspieler ist mit 43 Jahren und 184 Tagen bis heute der älteste Spieler, der je in der Bundesliga gespielt hat. In dieser absolvierte er allein für Königsblau 477 Partien.