Gazprom

2001-2008: Champions League und großes Jubiläum

Am 13. August 2001 ist es soweit: Mit einem zweitägigen, live vom Fernsehen übertragenen Spektakel aus Fußball und Show wird das neue Zuhause des FC Schalke 04, damals noch Arena AufSchalke genannt, eröffnet. Sie ist das dritte Stadion in der Vereinsgeschichte. Weiße Landmarke im Berger Feld: Die Veltins-Arena ist mehr als nur ein Fußballtempel, sondern ein Symbol für den Aufbruch des ganzen Ruhrgebiets. Sie gilt durch die Kombination verschiedener technischer Errungenschaften, den gebotenen Komfort und die elektrisierende Atmosphäre als modernstes und vielseitigstes Stadion Europas - und als eines der schönsten.

Der allererste Auftritt Schalkes in der Champions League ist schicksalhaft. Ausgerechnet am 11. September 2001 gastiert Panathinaikos Athen in der Arena. Die Blau-Weißen verlieren mit 0:2 - doch an Fußball denkt niemand wenige Stunden nach den verheerenden Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York. 2002 können die Knappen ihren Titel im DFB-Pokal durch ein 4:2 im Endspiel gegen Bayer Leverkusen verteidigen. Nach fast sechsjähriger Amtszeit - länger war keiner Trainer auf Schalke - verlässt Huub Stevens im Sommer den Verein.

2004 werden „100 Schalker Jahre“ mit einem umfangreichen Festprogramm gefeiert. So besucht der Club bei einer Tour mit 100 Stationen seine vielen Anhänger in ganz Deutschland und organisiert ein bundesweites Fan-Fußballturnier. Gemeinsam mit dem Musiktheater im Revier entsteht das Schalke-Musical "Nullvier - Keiner kommt an Gott vorbei". Und natürlich gibt es auch eine große Jubiläumsparty mit rund 70.000 Fans in der Arena. Als fußballerisches Highlight wird in Schalkes Zuhause das Finale der UEFA Champions League zwischen dem FC Porto und AS Monaco (3:0) ausgetragen. Und natürlich ist Deutschlands Vorzeigearena Spielstätte der Weltmeisterschaft 2006. Fünf Partien finden hier statt, darunter das Viertelfinale zwischen Portugal und England.

In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends kann sich Schalke dauerhaft in der Spitze der Fußballbundesliga festsetzen. Achtmal in Folge nimmt man am Europapokal teil. Dreimal qualifiziert sich der Klub für die europäische Königsklasse. 2005 und 2007 werden die Knappen Vizemeister. Manager Rudi Assauer muss im Frühjahr 2006 nach insgesamt 18 Jahren auf Schalke zurücktreten. Im Herbst kann der Verein im Sponsoring in die Spitzenklasse vorstoßen: Der russische Energieriese Gazprom engagiert sich als Hauptsponsor. 2007 wird Josef Schnusenberg neuer Vorsitzender des Vereins. 2008 verliert der Verein einen Sympathieträger: Mannschaftsbetreuer Charly Neumann, seit 1976 im Amt, stirbt im Alter von 77 Jahren.